Simulation: Umleitungen für A45-Sperrung bei Dortmund

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Simulation: Umleitungen für A45-Sperrung bei Dortmund

Acht Monate lang soll die A45 in Dortmund dicht sein. Für die Sperrung ab April 2027 werden Umleitungen jetzt per Verkehrsmodell berechnet. Offen ist, wie stark Autofahrer davon abweichen.

Autobahn A 45
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Dortmund: Ingenieurbüro simuliert Verkehr rund um die A45

Die A45 in Dortmund soll ab April 2027 für acht Monate voll gesperrt werden. Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West und der Anschlussstelle Dortmund-Hafen. Grund ist der Ersatzneubau der Brücke über die Martener Straße. Die Autobahn GmbH teilte bereits Anfang Juli 2026 mit, dass die Umleitungsplanung dafür angelaufen sei. Ein Bochumer Ingenieurbüro prüft jetzt mit Hilfe eines Verkehrsmodells, wie der Verkehr in Dortmund und der Region verteilt werden kann.

Nach Angaben der Autobahn Westfalen fließen dafür Daten des Landes und der Stadt Dortmund zusammen. In die Berechnungen gehen demnach unter anderem Verkehrszählungen, Pendlerbewegungen und weitere Baustellen ein. Berücksichtigt wird auch, dass die Martener Straße im Zuge der Arbeiten ebenfalls gesperrt werden soll. Mit dem Modell soll vorab geprüft werden, wo Ampeln angepasst oder Verkehrsführungen verändert werden müssen.

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Dortmund-Marten und Wohngebiete im Blick

Nach Darstellung des mit der Simulation beauftragten Ingenieurbüros geht es nicht nur darum, Ausweichstrecken zu finden. Ebenso soll verhindert werden, dass sich der Verkehr verstärkt durch Wohngebiete verlagert. Besonders im Blick sind laut den Projektbeteiligten Bereiche mit Schulen, Kindergärten und hoher Fußgängerfrequenz. Dort könnte der Verkehr später etwa durch Beschilderung, geänderte Ampelphasen oder Einbahnregelungen gelenkt werden. Das Modell soll außerdem aktualisiert werden können, falls bis zum Baustart weitere Sperrungen oder Baustellen dazukommen.

Dortmund muss auch mit dem Faktor Mensch rechnen

Trotz aller Berechnungen bleibt aus Sicht der Planer offen, wie sich Autofahrer während der Sperrung tatsächlich verhalten. In der Pressemitteilung heißt es sinngemäß, dass sich Betroffene zunächst an die neue Lage gewöhnen müssten und sich Verkehrsströme oft stufenweise verlagern. Dadurch könnten zuerst offizielle Umleitungen stark belastet werden, bevor andere Verkehrsteilnehmer auf weitere Alternativen ausweichen. Ob zusätzliche Eingriffe nötig werden, dürfte sich deshalb erst nach Beginn der Sperrung im April 2027 zeigen, erklärt Manuel von den Eichen, Verkehrsingenieur des beauftragten Ingenieurbüros:

„Nach ein bis zwei Wochen wird dann deutlich, ob das Modell und damit die Umleitungen in der Praxis funktionieren und wo nachgesteuert werden muss.“