«heute-show»-Comedian Fabian Köster ist jetzt Quizmaster
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.07.2026 16:24
Show nach BBC-Vorbild
Hamburg (dpa) - Einmal nach links oder rechts wischen für die richtige Antwort: Bei der ARD gibt es jetzt eine neue Quizshow. Sie heißt «Das Fifty-Fifty-Quiz» und wird moderiert vom «heute-show»-Reporter und Polit-Interviewer Fabian Köster.
Ein dynamisches, optisch neuartiges Spielkonzept, kombiniert mit Wissen, um die Ecke denken und Tempo - das verspricht der Norddeutsche Rundfunk für die neue Ratesendung, die zunächst fünfmal sonntags am späten Abend (22.45 Uhr, ab 2. August) im NDR Fernsehen zu sehen ist - und in der ARD-Mediathek abrufbar.
Zum Einstieg ein «heute-show»-Spezial
Zum neuen Projekt sagt der unter anderem mit dem Grimme-Preis und einem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnete Comedy-Autor, Komiker und Reporter Köster (31) laut Mitteilung: «Fragen stelle ich ja schon lange - aber endlich bekomme ich auch mal Antworten! Ich liebe Quizshows - und bin schon oft als Kandidat bei Kai Pflaume oder Esther Sedlaczek gewesen. Umso mehr freue ich mich jetzt auf meine Premiere als Quizmaster im NDR. Endlich mal ganz neue Erfahrungen und Gesichter! In der ersten Folge begrüße ich zum Beispiel meinen Chef Oliver Welke von der "heute-show"... oh.»
Die erste der jeweils 45-minütigen «Fifty-Fifty»-Sendungen gerät dabei sogar zum «heute-show»-Spezial: Welke tritt nämlich mit seinem Kollegen Lutz van der Horst gegen die weiteren Comedians Hans-Joachim Heist und Valerie Niehaus sowie Katjana Gerz und Alexander Schubert an.
In den folgenden Ausgaben werden unter anderem der Schauspieler Michael Kessler, die Moderatorin Laura Karasek, der Klavierkabarettist Bodo Wartke, der «Tagesschau»-Chefsprecher Jens Riewa, der Entertainer Michael Thürnau und die Kochbuchautorin Zora Klipp mit von der Rate-Partie sein.
Von BBC Studios Germany produziert
Mittelpunkt von «Das Fifty-Fifty-Quiz» ist der sogenannte «Swiper». Hier liegen alle Fragen direkt vor den Promi-Teams, die diese nur nach links oder rechts wischen müssen, um zu punkten. Ihre Antworten folgen dem einfachen Entweder-Oder-Prinzip - etwa «Bismarck oder Merkel» oder «Asien oder Afrika» - und erfordern schnelle, intuitive Entscheidungen.
Richtige Antworten bringen Geld in den persönlichen Jackpot, falsche kosten hingegen Geld, wobei schwierigere Fragen höhere Einsätze mit sich bringen.
Am Ende schafft es nur ein Promi-Team bis ins Finale, wo es erneut richtig swipen muss, um das während der Sendung erspielte Geld für einen guten Zweck zu gewinnen. Das Format basiert auf der BBC-Show «The Answer Run» und wurde von BBC Studios Germany in Hamburg produziert.
Im deutschen Fernsehen gibt es bereits viele Quizshows - etwa die Dauerbrenner «Wer weiß denn sowas» mit Kai Pflaume (ARD) oder «Wer wird Millionär?» mit Günther Jauch (RTL).
Warum also noch eine - und was vor allem begeistert den Moderator Köster daran? «Das 50/50-Quiz bringt eine ganz neue Art des Ratens mit», antwortet der 31-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Und erklärt: «Nur zwei Antwortmöglichkeiten klingt erst mal super einfach - aber dann geht das Ganze auf Zeit und auf einmal fängst du an zu schwitzen - wische ich jetzt nach links oder nach rechts?»
Friedrich Merz wäre ein Wunsch-Gast
Gewohnt launig fügt der Moderator hinzu: «Es ist quasi wie Tinder, nur mit weniger Enttäuschungen.» War es schwer, ihn als Quizmaster zu gewinnen? «Das war keine 50/50 Entscheidung - ich war von Anfang an zu 100 Prozent begeistert», schwärmt der Medien-Profi. «Als ich das Originalformat in der BBC gesehen habe, wusste ich sofort: Das willst du moderieren - und endlich kannst du im Fernsehen mal Fragen stellen UND bekommst auch Antworten - nach all den Jahren mit Politikern für mich eine ungewohnte neue Erfahrung.»
Und dann verrät Köster auch noch, welchen Gast er unbedingt mal da haben möchte - und warum. «In der ersten Staffel haben wir bereits tolle Gäste - angefangen von meinen "heute-Show"-Kollegen bis hin zu Quizgott Johannes B Kerner - da war ich schon mal beruhigt: Wenn du einen Aussetzer hast, moderiert der einfach weiter», scherzt der Star-Comedian.
Um dann mit seinem Wunsch-Kandidaten um die Ecke zu kommen: «Perspektivisch wünsche ich mir auch hier natürlich Friedrich Merz als Gast - vielleicht antwortet er mir dann mal.»